Die Auto-Zukunft ist elektrisch

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Stau an der E-Tankstelle – Zukunftsphantasie oder bald Realität? Die Anzahl an E-Autos hat sich auf Österreichs Straßen über die letzten Jahre sichtlich erhöht. Mit Ende 2022 ist der Bestand dabei auf 110.225 rein elektrisch betriebene Pkws gewachsen, was 2,1 Prozent des Gesamt-Pkw-Bestandes in Österreich entspricht.

Im vergangenen Jahr entfielen österreichweit gar 15,9 Prozent (34.165 Fahrzeuge) aller Neuzulassungen auf E-Autos, mit den stärksten Anteilen in Vorarlberg und Salzburg. (1) Um es gar nicht zu möglichen Staus vor öffentlichen E-Ladesäulen kommen zu lassen, sind Österreichs Energieversorger schon jetzt intensiv mit der Erweiterung und Verbesserung der benötigten Infrastruktur beschäftigt. Auch das Green Tech Unternehmen Salzburg AG ist an diesem Mobilitätswandel aktiv beteiligt: durch den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur im Bundesland.

© Neumayr Fotografie - Christian Leopold/Salzburg AG
Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Baustein in der Mobilitätswende.

Boom in der Ladeinfrastruktur

Die Entwicklung weg vom Verbrenner hin zur E-Mobilität war über die letzten Jahre stets positiv. Immer mehr Ladepunkte wurden dabei nicht nur im öffentlichen Netz, sondern auch bei Firmen, Tourismusbetrieben sowie in Wohnkomplexen oder dem Eigenheim errichtet. „Wir erhalten laufend Anfragen zur Errichtung neuer Ladesäulen. Dabei melden sich sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, um sich für einen Ausbau optimal von uns beraten zu lassen“, bestätigt Markus Wiedhölzl, Vertriebsleiter Privat und Gewerbe bei der Salzburg AG, das große Interesse an Ladelösungen.

Als Green Tech Unternehmen wird insbesondere der Ausbau von öffentlichen Ladepunkten vorangetrieben, um den angestrebten Wandel hin zur Klimaneutralität bis 2040 bestmöglich zu unterstützen. Allein im Jahr 2022 wurden 24 neue Hypercharger (Schnelllader, DC-Lader) aufgestellt und das Angebot an Ladelösungen im Bundesland Salzburg damit auf über 700 öffentlich erreichbare Ladepunkte erweitert. Österreich gesamt zählt bereits heute mit einer Abdeckung von rund 15.000 Ladepunkten – im Schnitt alle 30 Kilometer – zu den EU-weiten Vorreitern der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Damit auch das Stromnetz optimal mit diesen neuen Anforderungen zurechtkommt, wird laufend an einem Ausbau bzw. einer Optimierung der Netzinfrastruktur gearbeitet.

Die Salzburg AG hat für ihre eigenen Ladestationen zusätzlich ein neues Leitsystem erarbeitet. Neben klassischen Maßnahmen wie Bodenmarkierungen oder Beschilderungen, werden die Hypercharger auch durch einen Leuchtpylon sichtbarer gemacht und sind damit leichter zu finden. Zudem werden die Kund:innen künftig auch mit einer Überdachung vor Wind und Wetter geschützt. So soll das Ladeerlebnis möglichst angenehm und einfach gestaltet werden. Weitere Anreize, um noch mehr Menschen zum Wechsel zur E-Mobilität zu bewegen.

Salzburg AG Ladesäulen in Koppl inklusive Ladepylon © Neumayr Fotografie - Christian Leopold/Salzburg AG
Der neue Leuchtpylon weißt den Weg zur Salzburg AG Ladestation.

Kein Trend, sondern die Zukunft

Studien, Modelle und Pläne sowohl aus Wirtschaft als auch Politik zeigen, dass alle Wege in Richtung alternative Mobilitätsformen führen. Derzeit ist der E-Mobilitätsmarkt in Europa stark regulatorisch getrieben. Das heißt die EU gibt Normen und Regeln vor, die von den Mitgliedsstaaten dementsprechend umgesetzt werden müssen. Dabei ist und bleibt das übergeordnete Ziel gemeinsam die Energiewende zu schaffen und die CO2 Emissionen möglichst auf null zu reduzieren. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist die Einigung der EU vergangenen Herbst auf ein Gesetz, dass ab 2035 den Verkauf neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge verbieten soll. (2) Damit wird der Umstieg auf Elektrofahrzeuge beschleunigt und damit dem Klimawandel entgegengewirkt. Demnach führt kein Weg vorbei an einem priorisierten Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Voraussetzungen für einen solchen gesamtheitlichen Umstieg möglich zu machen.

Das Zukunftsinstitut hat zudem sechs Faktoren identifiziert, die dazu beitragen, dass sich Elektroautos über kurz oder lang durchsetzen werden (3): fallende Anschaffungskosten, eine hohe Umweltfreundlichkeit, große Energieeinsparungen, weniger Wartung und Verschleiß, steigende Reichweiten sowie einzigartige Fahreigenschaften, wie eine hohe Beschleunigung, die auch Sportwagenliebhaber für E-Autos begeistern können. Insgesamt ist der der Trend ganz klar: Die Elektrifizierung der Antriebe wird immer schneller und auch flächendeckender stattfinden. Alleine bis 2024 hat die Autoindustrie rund 600 neue E-Auto-Modelle angekündigt, von Tiny-Cars bis hin zum Luxussegment.

Die Mythen der E-Mobilität

Trotz all der positiven Attribute von E-Autos halten sich weiterhin einige Vorurteile und Mythen rund um das Thema der E-Mobilität sehr hartnäckig. Um hier Klarheit zu schaffen hat sich lebenswelten mit den zentralsten Themenbereichen auseinandergesetzt und diese in einem Mythencheck aufgearbeitet. Es werden die Nachhaltigkeit bzw. Ökobilanz beleuchtet, die Frage nach dem erhöhten Strombedarf behandelt sowie alltagsrelevante Themen wie Laden und Reichweite untersucht.

 

Zusammenfassend kann festgehalten werden: Auch wenn immer wieder das Für und Wider von Elektroautos diskutiert wird. Der Wandel ist unumkehrbar – die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Und die Salzburg AG unterstützt diesen Mobilitätswandel durch die Bereitstellung sowie den stetigen Ausbau der benötigten Ladeinfrastruktur.

Auch dieses Jahr stellt das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) wieder einen großzügigen Fördertopf für die E-Mobilität zur Verfügung. Neu ist, dass nur noch kommunikationsfähige Wallboxen und intelligente Ladekabel gefördert werden. 

Details erhaltet ihr im folgenden Video von Salzburg AG TV:

Quellen:

Allgemeine Kennzahlen (Zulassungen, Anzahl an E-Fahrzeugen bzw.  öffentlichen Ladesäulen, etc.) rund um die E-Mobilität in Österreich können beim BEÖ nachgelesen werden.

(1) VCÖ: In jedem 8. Bezirk Österreichs 20 Prozent oder mehr der Neuwagen E-Pkw – Mobilität mit Zukunft (vcoe.at)
(2) Car-recharging stations should be available every 60 km, say MEPs | News | European Parliament (europa.eu)
(3) Warum sich E-Autos durchsetzen: 6 Faktoren (zukunftsinstitut.de)

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