Im Kreis denken

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Im Dezember 2022 hat der Ministerrat eine nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen. Bis 2050 soll eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs auf 7 Tonnen pro Kopf erreicht werden. Wem das schon sehr viel erscheinen sollte wissen, dass wir uns in Österreich im Jahr 2018 (letzte vorliegende Zahlen aus dem Ministerium) mit 19 Tonnen pro Kopf rund 36 Prozent über dem EU-28-Durchschnitt befanden. Was sind mögliche Wege bzw. Ansätze aus diesem Dilemma?

Die Natur zeigt uns wie Kreisläufe in Balance bleiben und keine Ressourcen verschwendet werden. Ganz anders hingegen tickt die Konsumgesellschaft. Kaufen-und-Wegwerfen lautet hier die Devise. Dieser CO2-intensive Lebensstil ist für viele, zunehmend junge Menschen, nicht mehr akzeptabel. Statt einem Mehr muss es mit Weniger gehen: weniger Konsum, weniger Verschwendung, weniger Abfall.

Neo-Ökologie ist laut dem Zukunftsinstitut der wichtigste Megatrend unserer Zeit. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass es ein Umdenken geben muss – nicht nur von jedem Einzelnen, sondern auch von der Wirtschaft. Sie muss sich ebenso auf Nachhaltigkeit und Gemeinwohl fokussieren, wie auch die Menschen wieder den intelligenten, effizienten Umgang mit Ressourcen ernst nehmen müssen. Das zeigt sich gerade aktuell im Thema Energie ganz besonders. In letzter Konsequenz haben wir es selbst in der Hand, etwas zu verändern und einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung zu setzen.

reduce - reuse - recycle

Jedes Unternehmen, das Teil einer Lieferkette ist, sollte sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Der Gedanke „reduce – reuse – recycle“ muss bei den Menschen ankommen. Dass hier auch die Wirtschaft gefordert ist, erklärt sich von selbst. So sollten Geräte einfacher reparierbar sein oder auch länger mit (Software-)Updates versorgt werden können. Die Gesellschaft muss ihr Konsumverhalten überprüfen und überdenken. Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit sollten noch stärker Teil der Lebensrealität von uns allen werden.

Das Konzept „reuse“ kann uns als zentraler Baustein konsequenter Kreislaufwirtschaft dabei helfen, die Klimakrise zu bewältigen – dafür muss diese Praxis aber zum Status quo werden. Die Kreislaufwirtschaftsstrategie der Österreichischen Bundesregierung skizziert den Weg und die nötigen Maßnahmen für eine zirkuläre Transformation unseres Wirtschaftssystems. Dazu zählt auch die drastische Reduzierung des Ressourcenverbrauches zur Senkung der Klimaemissionen.

© ready made/Pexels

Reparieren spart CO2

Auch RepaNet, das österreichische Re-Use- und Reparaturnetzwerk, hat zum Strategieentwurf Input geliefert. Wo Österreich aktuell in Sachen Wiederverwendung steht? Der überwiegende Teil der nationalen Re-Use-Leistung wird von sozialwirtschaftlichen Betrieben erbracht, deren sozialer Zusatznutzen angesichts der steigenden Armut immer wichtiger wird. 33 Mitgliedsorganisationen des RepaNet-Netzwerkes waren 2021 im Re-Use-Bereich aktiv, darunter Landesorganisationen der Caritas und Volkshilfe sowie weitere gemeinnützig agierende Organisationen. An 244 Standorten bewegten diese über 29.000 Tonnen Güter, davon 60 Prozent Textilien, 12 Prozent Elektrogeräte und 28 Prozent Möbel, Haushaltswaren u.v.m. – gesammelt mittels Altkleidercontainer, Annahmestellen und direkten Abholungen. (1)

2021 wurden im Inland so 7.803 Tonnen Re-Use-Produkte in Umlauf gebracht bzw. an über 2 Mio. Kund:innen verkauft. Letztlich bedeutet , was sich in CO₂-Äquivalenten bemessen lässt: 620.000 Tonnen sind es, die 2021 von der Re-Use-Branche eingespart werden konnten – das entspricht den Emissionen einer Kleinstadt wie Villach. (2)

refurbedTM ist ein österreichisches Unternehmen das beweist, dass technologischer Fortschritt in Kombination mit Nachhaltigkeit nicht nur möglich, sondern notwendig ist. Schon jetzt trägt es gemeinsam mit ihren Kund:innen aktiv dazu bei, die jährlich weltweit anfallenden Millionen Tonnen an Elektroschrott sukzessive zu reduzieren und die Ressourcen der Welt für die nächsten Generationen zu schonen

Neben der Kostenersparnis von bis zu 40 Prozent gegenüber dem Neupreis profitieren Kund:innen von einheitlichen, hohen Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und mindestens 12 Monaten Garantie. Außerdem setzen sie mit dem Kauf der Produkte ein starkes Statement in Richtung Kreislaufwirtschaft und leisten einen aktiven Beitrag, die Ressourcen der Erde zu schonen. Denn jedes refurbedTM Gerät spart bis zu 70 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zu Neugeräten ein, da oftmals nur einzelne Komponenten ausgetauscht werden müssen. Für jedes verkaufte Produkt wird zudem über Kooperations-Partner wie Eden Reforestation Projects ein Baum gepflanzt – in Summe bereits mehr als 400.000 in verschiedenen Ländern weltweit. Mittlerweile umfasst das Sortiment von refurbedTM mehr als 8.000 Produkte – von Smartphones, Laptops und Tablets bis zu Haushaltsgeräten oder E-Bikes.

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